• Immer individueller:
    Unsere Leistungen für Ärzte,
    Zahnärzte und andere Heilberufe

  • Immer individueller:
    Unsere Leistungen für
    mittelständische Unternehmen

  • Immer individueller:
    Unsere Leistungen für
    Künstler und Medienschaffende

  • Immer individueller:
    Unsere Leistungen rund um
    Immobilien und Bautätigkeit

  • Immer individueller:
    Unsere Leistungen für
    alle Freiberufler

Künstler Gunter Demnig setzt sich gegen Finanzbehörden durch

Pressemitteilung des Künstler Gunter Demnig

betr.: Steuerprüfung ’o4 bis ’o8

Eine gute und eine weniger gute Nachricht

Die meisten kennen vielleicht diese ’Geschichte’, dennoch hier eine kurze Chronik:

Anfang 2o1o erfolgte die Aufforderung, die Akten o6 bis o8 zu einer Steuerprüfung beim Finanzamt Köln-Altstadt einzureichen. Was wie ein ganz normaler Vorgang aussah, der jeden treffen kann, wuchs sich bald zu einem Alptraum aus. Die STOLPERSTEINE seien kein Kunstwerk mehr, da es inzwischen zu viele geworden sind. Von daher wurde entschieden; es ist ein „fabrikmäßig betriebenes Gewerbe“. Unsere Einsprüche und die Gutachten von Dr. Elke Purpus, Dr. Rolf Sachsse und Dr. Manfred Schneckenburger bewirkten nichts. Zwar war nun die Gewerbesteuer vom Tisch; aber der Steuersatz sollte plötzlich nicht der ermäßigte für ein Kunstwerk sein (7%), sondern volle 19% betragen - mit der Begründung, Stolpersteine seien ’Hinweisschilder aus Messingblech’ - laut Gutachten der zuständigen Zollbehörde.

Es stand eine Nachzahlung von ca. € 15o.ooo,-- zur Debatte sowie der Steuersatz von zukünftig 19% !
Meiner Steuerberaterin, Maxi Karine Stamer, ist bei soviel Ignoranz der Kragen geplatzt’ und wir gingen an die Öffentlichkeit --- unterstützt von Rechtsanwalt Guido Theißen. Nachdem die Sendung MONITOR das Thema aufgegriffen hatte, wurde die geforderte Nachzahlung fallen gelassen; dennoch wollte das Finanzamt zukünftig 19% berechnen.Dies war für mich ein skandalöser Kompromiss und das Problem damit noch immer nicht vom Tisch. Es folgte eine erneute Überprüfung;--- das Ergebnis teilte mir der NRW- Finanzminister Dr.Norbert Walter-Borjans persönlich am Telephon mit: Das Projekt/die Aktion wird als GesamtKunstwerk gesehen und es bleibt bei dem Steuersatz von 7% --- nicht der einzelne STOLPERSTEIN, sondern alle zusammen sollen als ein wachsendes KunstDenkMal gesehen werden.

Und nun die weniger gute Nachricht:

Wir haben den Preis für die Steine 1o Jahre stabil gehalten und wurden immer wieder gefragt: Wie macht ihr das eigentlich? Aber die Preise sind in dieser Zeit zum Teil erheblich gestiegen: für Messing allein um 1oo% ; die Fahrtkosten schlagen höher zu Buche; das HelferTeam ist größer geworden; ... Deshalb müssen wir auch den Preis für Patenschaften anheben. Ab Januar 2012 werden für jeden STOLPERSTEIN € 120,--berechnet.

Wir bitten um Verständnis und dementsprechende Informationen an die Paten.

Gunter Demnig